Schilfinseln und auf nach Bolivien

13.05. – 15.05.2018

Nachdem ich gerade den Film „Peru: ein verborgener Schatz“ auf Netflix geschaut habe, bin ich voll im Perufieber gefangen. Peru ist ein sehr vielseitiges Land, welches landschaftlich eine bezaubernde Vielfältigkeit vorweisen kann und auch kulinarisch Einiges zu bieten hat. Unsere letzte Station in Peru ist noch unveröffentlicht. Ganz im Süden von Peru liegt der größte Süßwassersee Südamerikas auf einer Höhe von 3812 m über dem Meeresspiegel. Der Titicacasee!

Ankunft in Puno

Um auf den Titicacasee zu gelangen, ist Puno unser letztes Ziel in Peru, nachdem wir Cusco und das wundervolle Machu Picchu verlassen haben. Mit dem Bus angekommen, war ich erstmal geschockt von der Stadt. Es stank und sah furchtbar aus. Wir waren verwöhnt von Cusco und den schönen Bergen. Zudem hatten wir weder eine Unterkunft für die Nacht, noch einen Plan für die nächsten Tage. Bei einem kräftigenden Menu del dia in der schon schöneren Innenstadt ging die Informationssuche los. Eine Unterkunft war gefunden, mal wieder ohne Frischluftzufuhr, dafür mit Frühstück. Bevor wir Peru endgültig verlassen, musste es ein Ausflug auf die Schilfinseln, auch bekannt als Islas Flotantes de los Uros, werden! Ich recherchierte fleißig, bis ich eine bezahlbare Unterkunft für 1 Nacht fand. Ein Tagesbesuch der Inseln empfand ich als langweilig und zu touristisch, doch die Übernachtung klang mehr als spannend! Nach einiger Diskussions- und Überzeugungsarbeit hatte ich Ronny soweit etwas mehr Geld für die Übernachtung auf einer der Inseln in die Hand zu nehmen.

Nachdem ich alles gebucht hatte, mussten wir nur noch einen Supermarkt finden, um uns den Aufenthalt so gemütlich wie möglich zu gestalten. Am Ende war unser Gepäck um einige Snacks und Wein schwerer. Mit der Zeit gewann der Rucksack automatisch an Gewicht und wurde immer schwerer händelbar, vor allem wenn man auf ein winziges Boot steigt.

Das Schilfinsel-Abenteuer beginnt

Der Transfer brachte uns wie zu erwarten war zu einer Familie, die uns die Tradition der Schilfinsel-Bewohner sowie den Bau der Inseln näher brachte. Wir schauten uns deren winzigen Behausungen an, wo sie als Familie zusammenleben und gemeinsam weniger als 8 m² Platz haben für Hab und Gut. Ich hatte schon vorab gelesen, dass die Transferboote selbst auch schon als touristische Falle genutzt wurden. Wir blieben eisern und waren gespannt auf unsere Insel. Sie war etwas abgeschieden, von dem Trubel der restlichen Inseln und sehr schön gestaltet. Wir setzten uns direkt in die Sonnenliegen und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen bei dem sonst verdammt kalten Wetter.

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Durch Glück bekamen wir eine der größeren Hütten – vielleicht auch ein Nachteil… da kälter?! – Das sollten wir in der Nacht herausfinden. Neben der Übernachtung und der Vollpension, kamen wir in den Genuss einer Erkundung der Lebensweise der Einheimischen und eine Führung durch die Insellandschaft zur Schule und co. Wir staunten über die kleinen Behausungen, testeten die traditionelle Bekleidung und wären beinahe im Schilf versunken.

Beim Abendessen saßen alle Gäste an einem langen Tisch. Es ließ nicht lange auf sich warten und es entstanden rege Gespräche. Vor allem weibliche Alleinreisende hat es auf die Insel verschlagen. Nach fleißigem Erfahrungsaustausch wurde uns bewusst, dass die Nacht verdammt kalt werden wird und wir die Tonnen Mollidecken auf unserem Bett definitiv gebrauchen werden. Ronny war froh, sich in Cusco Mütze und Handschuhe zugelegt zu haben. Nach dem köstlichen Abendmahl ging es auch recht zügig ins Bett – nicht fehlen durfte eine mollig warme Wärmflasche für jeden. Trotz des wärmenden Wasserbeutels froren wir beide und machten kaum ein Auge zu. Zum Glück wurde es tagsüber in der Sonne angenehm warm und wir traten nach ausgiebiger Inselerkundung die Reise aufs Festland an, wo es für uns direkt weiter nach Bolivien ging.

Adios Peru! Hola Bolivien!

Wir konnten keine Zeit mehr verlieren, schmiedeten einen Zeitplan und fuhren nach Bolivien. Natürlich nicht, ohne eine Träne im Auge, da wir nun Peru verlassen mussten. Unser erstes Ziel war die Stadt Copacabana ebenso am Titicacasee gelegen, nur eben in Bolivien. Die Grenze verlief ohne Probleme und wir fanden einen Platz zum Nächtigen. Erst am nächsten Morgen und beim verpassten Frühstück realisierten wir, dass zwischen Peru und Bolivien ein Zeitunterschied von einer Stunde herrschte. Doch wir wollten nicht viel Zeit verlieren, buchten einen Bus nach La Paz und verbrachten die restliche Zeit damit, durch den Ort zu spazieren und abseits des wirbelnden Tourismus schöne Ecken zu finden.

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